Die Wettbewerber Apple und Samsung sowie die Billigkonkurrenz aus den Schwellenländern machen dem Smartphone-Hersteller HTC das Leben schwer. Nach einem schwachen vierten Quartal sieht der taiwanesische Konzern für den Jahresauftakt kaum Besserung: Er kündigte geringere Erlöse und eine sinkende Profitabilität an.

Das Unternehmen mit Sitz in Taoyuan erwartet für den Zeitraum von Januar bis März einen Umsatz von 50 bis 60 Milliarden Taiwanesischen Dollar, das sind umgerechnet etwa 1,25 bis 1,5 Milliarden Euro. Analysten hatten auf 65 Milliarden Dollar Umsatz gehofft, nachdem im Vorjahreszeitraum noch knapp 68 Milliarden Dollar zu Buche gestanden hatten.

HTC hat in den wichtigen Industrieländern mit sinkenden Marktanteilen zu kämpfen. Gerade in den USA und Europa buhlen die Taiwanesen mit den Platzhirschen Apple und Samsung um die Kundschaft aber auch in den Schwellenländern wie China geht die Nachfrage nach HTC-Handys zurück. Grund sind in erster Linie Billiganbieter, die HTC Marktanteile abnehmen.

Die Bruttomarge wird im ersten Quartal voraussichtlich 21 bis 23 Prozent erreichen. 23 Prozent betrug die Bruttomarge im vierten Quartal, vor einem Jahr lag sie noch bei gut 25 Prozent. Die Rendite aus dem operativen Geschäft sieht HTC nur noch bei 0,5 bis 1 Prozent und damit deutlich niedriger - im Vorjahreszeitraum hatte die operative Marge noch 7,5 Prozent erreicht.

HTC hatte vor knapp einem Monat schwache Zahlen für das Schlussquartal 2012 vermeldet. Der Quartalsgewinn ist zum fünften Mal in Folge gefallen und erreichte das niedrigste Niveau seit 2006 - er brach um über 90 Prozent auf 1 Milliarde Taiwan-Dollar ein. Der Umsatz betrug 60 Milliarden Dollar.

—Mitarbeit: Aries Poon

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