In Korea dürfte die konservative Politikerin Park Geun-hye die Wahl gewinnen. Park, deren Vater als Kopf einer Militärdiktatur Südkorea mit harter Hand modernisiert hat, liegt nach ersten offiziellen Wahlergebnissen vorne. Demnach hat Park 52 Prozent der Stimmen bekommen. Ihr liberaler Konkurrent Moon Jae-in versammelt 47,6 Prozent der Kreuze auf sich. Bisher ist etwas mehr als die Hälfte der 30 Millionen Stimmscheine ausgezählt.

Die Südkoreaner warteten an einem der bisher kältesten Tage des Winters in langen Schlangen vor den Wahlbüros. Es war die Wahl zum sechsten Präsidenten, seit das Land im Jahr 1987 eine demokratische Verfassung bekam. Koreaner sagten zum Wall Street Journal, ihre Entscheidung sei vor allem durch wirtschaftliche Faktoren begründet.

Die Studentin Lee Hyun-joung erklärte, sie sei vor allem über die hohen Studienkosten und private Schulden besorgt. Song Young-ju, eine Angestellte in der Finanzindustrie, sagte, sie habe für Moon gewählt, weil er „sich mehr um die Leute und ihr Lebensniveau" kümmern werde. H.R. Yoon, die in der Unterhaltungsbranche arbeitet, bevorzugt Park „in jeder Hinsicht" – vor allem glaubt Yoon, Park könne außenpolitische Fragen besser lösen.

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