Die in der Vorwoche wegen des Verdachts der Geldwäsche und versuchter Strafvereitelung festgenommenen Mitarbeiter der Deutschen Bank werden noch an diesem Donnerstag aus der Haft entlassen. Es bestehe nicht mehr eine Verdunkelungsgefahr, sagte der Generalstaatsanwalt Günter Wittig zum Wall Street Journal Deutschland. Bei der Großrazzia vergangene Woche war ein Haftbefehl gegen fünf Mitarbeiter der Bank erlassen worden. Nur vier wurden tatsächlich festgenommen. Nachdem ein Mitarbeiter bereits entlassen wurde, dürfen nun auch die anderen drei Weihnachten zu Hause verbringen.

Die Bank wurde vergangene Woche wegen schweren Steuerbetrugs und Geldwäsche von 500 Beamten durchsucht. Hintergrund sind die seit dem Frühjahr 2010 laufenden Ermittlungen wegen des Vorwurfs des Steuerbetrugs beim Handel mit CO2-Emissionszertifikaten. Mitarbeiter sollen Kunden Bescheinigungen ausgestellt haben, die missbraucht wurden, um vom Staat mehr Steuern erstattet zu bekommen als den Kunden eigentlich zustand. Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt 25 Mitarbeiter der Bank, darunter auch Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen und Finanzchef Stefan Krause.

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