Der österreichische Immobilieninvestor René Benko kauft Finanzkreisen zufolge das Berliner KaDeWe, das größte Warenhaus in Kontinentaleuropa. dapd

Das vom Highstreet-Konsortium gehaltene Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe) geht an einen neuen Eigentümer. Der österreichische Immobilieninvestor René Benko kauft Finanzkreisen zufolge die KaDeWe-Immobilie sowie andere von Karstadt betriebene Kaufhäuser für mehr als 1 Milliarde Euro. Der Milliardär und Karstadt-Chef Nicolas Berggruen muss die Mietverhandlungen künftig mit Benkos SIGNA Holding führen.

Diese interessiert sich nicht zum ersten Mal für deutsche Warenhäuser. Bereits vor einem Jahr hatte das österreichische Immobilienunternehmen sein Interesse an Kaufhof signalisiert. Die Muttergesellschaft Metro hatte den Verkauf damals aber wieder abgeblasen.

Das KaDeWe empfängt laut seiner Webseite auf seinen 60.000 Quadratmetern täglich bis zu 180.000 Kunden aus aller Welt. Wikipedia bezeichnet es als das größte Warenhaus Kontinentaleuropas. Der 1907 eröffnete und zuletzt 2004 umgebaute Einkaufstempel erstreckt sich über sieben Etagen.

Einziger Mieter ist Karstadt. Der Goldman-Sachs-Fonds Whitehall hält über das Highstreet-Konsortium 51 Prozent an der Immobilie, die Deutsche Bank Tochter Rreef, der italienische Finanzkonzern Generali sowie die ebenfalls aus Italien stammende Unternehmensgruppe Borletti und Prelios teilen sich den Rest.

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