Donnerstag, 7. Februar 2013, 13:15 Uhr

Tropenparadies am östlichsten Zipfel Australiens

Es klingt wie in einem kitschigen Urlaubsprospekt: Am östlichsten Punkt Australiens, auf einer kleinen Landzunge in Byron Bay, steht unser Haus der Woche. Mit dem Traumstrand um die Ecke, Terrasse überm Wasser, üppigem Tropengarten und einem Pavillon, der aus recycelten Telefonmasten gebaut ist.

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Am nördlichen Ende von Byron Bay, einem beliebten Ferienort in Australien, zweigt von der Bucht ein schmale Landzunge ab. Dort steht es, das Anwesen, das Nordeuropäer spontan an Urlaub und Entspannung denken lässt. Direkt am Flüsschen Belongil, umgeben von einem Garten mit tropischen Pflanzen. Besitzer Philip Ewen, früher als Konstrukteur tätig, und seine Partnerin Anastasia Parmson, eine Künstlerin, leben hier. Sie besitzen noch weitere Immobilien - darunter ein Hausboot in Neuseeland, ein Haus in Sydney und ein Penthouse in Estland. Anastasia Parmson

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Blick über den Fluss vom Pavillon. Ewen kaufte das Anwesen für 730.000 australische Dollar, rund 556.000 Euro. Er nutzte es als Ferienhaus und vermietete es ansonsten mit Bed-and-Breakfast. Dazu gehören das Haupthaus, ein Pavillon und ein separates Häuschen mit einem Zimmer. Der Pavillon wurde aus recycelten Telefonmasten gebaut. Anastasia Parmson

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Kleine Wege schlängeln sich durch den dicht bepflanzten Garten. Zentral zu erreichen: das Haupthaus. Es steht in der Mitte des Grundstücks und verfügt über vier Schlafzimmer und zwei Badezimmer. Anastasia Parmson

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Die Ostseite des Haupthauses nennen die Besitzer den "Gartenflügel". Das liegt nahe - die überdachte Veranda bietet einen Blick auf eben diesen. Vogelliebhaber kommen voll auf ihre Kosten - vom Grundstück aus blickt man auf das geschützte Mündungsgebiet des Belongil, Heimat für viele exotische und seltene Vögel wie der Eisvogel. Anastasia Parmson

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Eines der vier Schlafzimmer im Ostflügel. Ewen mag den rustikalen Touch. Er findet, das vermittelt Wärme. Damit noch etwas Persönliches in jedem Raum ist, hat er die Zimmer mit persischen Teppichen und Kunstwerken von lokalen Künstlern eingerichtet. Anastasia Parmson

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Vor fünf Jahren hat Ewen die Badezimmer renoviert. Die Wände sind aus Beton, den er anschließend polieren ließ. Die Kombination mit Glas- und Holzelementen vermittelt Wärme. Anastasia Parmson

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Im ganzen Anwesen finden sich aufwendig verarbeitete Holzelemente, wie hier in der Schreinerküche. Für die Schränke wurden Kiefern aus Oregon und lokale Hölzer verwendet. Anastasia Parmson

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Nochmal ein ausführlicherer Blick in den Pavillon. "Es ist wie in einer anderen Welt, hier kann man alles hinter sich lassen", sagt Ewen. Die zweistöckige Konstruktion steht direkt am Wasser, rundum offen. Anastasia Parmson

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Die Decke mit den freiliegenden Holzbalken - luftig und hoch. Anastasia Parmson

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Die Natur beobachten, angeln - alles ist möglich. "Mein Bruder hat hier immer Krabben gefangen." Sie brüten in den Mündungen, erklärt Ewen. "Manchmal kommen hier auch junge Haie angeschwommen, die sich an den Tieren satt fressen." Anastasia Parmson

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Mit einem kleinen Boot kann man direkt zum Belongil Strand rudern - er ist knapp 150 Meter entfernt. Anastasia Parmson

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Das dritte Gebäude auf dem Anwesen. Das kleine Häuschen mit einem Zimmer und einem Bad steht im Eingangsbereich des Grundstücks und liegt am nächsten zur Straße. Ewen verrät, wie viel er von Touristen für die Übernachtung verlangt: Rund 160 australische Dollar kostet ein Zimmer im Gartenflügel, rund 230 Dollar pro Nacht im restlichen Haupthaus. Anastasia Parmson

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Blick auf die Terrasse. Die anderen Gebäude sind nicht sichtbar, Privatsphäre ist garantiert. Und eine sichere Einnahmequelle. Byron Bay ist eine beliebte Strandstadt, bekannt als entspanntes Surferparadies. Der nächste Flughafen ist rund 35 Kilometer entfernt. Anastasia Parmson

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Ewen schwebt als künftiger Eigentümer eine große Familie vor, die nach einem Ferienhaus Ausschau hält. Oder ein Rentner, "der ans Meer ziehen will und das Bed-and-Breakfast am Laufen hält." Anastasia Parmson

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Ewen will verkaufen, weil er immer weniger Zeit hier verbringt. Seine Kinder sind erwachsen und kommen weniger oft vorbei, das Paar will öfter nach Estland fahren, ins Heimatland seiner Partnerin. Wenn man diesen Ausblick sieht, eigentlich kaum vorstellbar. Für das Haus verlangt er 2,5 Millionen australische Dollar, das sind rund 1,9 Millionen Euro. Anastasia Parmson

swung