EU-Ratschef Herman Van Rompuy will den Deckel für den siebenjährigen Gemeinschaftshaushalt von 993 auf 960 Milliarden Euro absenken. Nach mehr als 15 Stunden Verhandlungsmarathon werde der Gipfelpräsident den Staats- und Regierungschefs einen entsprechenden Vorschlag auf den Tisch legen, hieß es am Freitagmorgen aus hohen Ratskreisen. Die tatsächlichen Ausgaben sollten noch stärker von 942 auf 908 Milliarden Euro zusammengestrichen werden.

Zwar hatte sich in bilateralen Gesprächen ein Konsens auf die Eckdaten für den mehrjährigen Finanzrahmen abgezeichnet. Doch dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre 26 Kollegen den Van-Rompuy-Vorschlag schon in einer ersten Tischrunde absegnen würden, sei äußerst fraglich, hieß es aus einer zweiten Quelle. Zahlreiche Fragen seien offen, etwa die nach den Rabatten, die viele Nettozahler auf ihre Beiträge erhalten.

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