Die Bundesregierung will die logistische Hilfe der Bundeswehr für Frankreichs Mali-Intervention offenbar eng begrenzen. Die Unterstützung für Frankreich sehe „den Transport von Munition oder Truppen nach Bamako nicht vor", heißt es nach Informationen von Spiegel Online in einem Papier des Bundesverteidigungsministeriums, das den Abgeordneten des Bundestags als Unterrichtung dient. Paris könne für die „Operation Serval" lediglich Flugzeuge zur Unterstützung anfordern.

Bewohner der malischen Stadt Diabaly blicken auf ausgebrannte Autos. Reuters

Holland, Belgien, Frankreich und Deutschland organisieren ihre Luftwaffenflotten gemeinsam. Über das „European Air Transport Command" (EATC) im holländischen Eindhoven können alle beteiligten Länder Flugzeuge der Partner mitnutzen oder auch um logistische Hilfe bei Missionen im Ausland bitten. Frankreich hat für seinen Einsatz inzwischen eine solche Anfrage gestellt.

Bereits vergangene Woche starteten zwei Transall-Maschinen der Bundeswehr nach Mali, um Sanitätsmaterial für die französische Armee in die malische Hauptstadt Bamako zu bringen. Weiter soll die Hilfe allerdings nicht gehen. Laut Papier sollen die nationalen Vorbehalte Deutschlands bei jeder Anfrage Frankreichs genau kontrolliert werden.

Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de