Eines der Madrider Wahrzeichen: Der Plaza de Cibeles und die spanische Flagge auf dem Hauptpostamt. dapd

MADRID - Spanien hat 2012 voraussichtlich mehr Schulden gemacht als mit der EU-Kommission vereinbart. Die Kommission rechnet damit, dass sich die Haushaltslücke auf 7 Prozent der Wirtschaftsleistung summieren wird. Vereinbart waren aber nur 6,3 Prozent. "Die Haushaltssanierung ist im dritten Quartal vorangekommen, es wird aber sehr schwierig, das Ziel von 6,3 Prozent zu erreichen", heißt es im Bericht der Kommission. Ursache dafür sind laut Brüssel steigende Ausgaben für Sozialleistungen und höhere Schulden der Regionen.

Für das laufende Jahr erwarten die EU-Beamten, dass sich das Defizit auf 6,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) summieren wird. Ursprünglich waren mit der Regierung 4,5 Prozent vereinbart. Madrid hat die Kosten trotzdem straff gekürzt und will bis Ende nächsten Jahres 150 Milliarden Euro sparen. Im Jahr 2011 lag die Neuverschuldung noch 9,4 Prozent des BIP.

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