Donnerstag, 13. Dezember 2012, 12:04 Uhr

Schlichte Eleganz auf Hokkaido: Ein japanisches Chalet

Skifahren in Europa oder den USA ist auf Dauer doch langweilig. Auf Japans nördlichster Insel Hokkaido gibt es auch perfekten Pulverschnee - und zum Après-Ski unser Haus der Woche: Entspannen oder Feiern mit Feuerstelle, japanischem Whirl-Pool, Weinkeller und Blick auf die schneebedeckten Berge von Kutchan.

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Für japanische Verhältnisse ist unser Haus der Woche riesig: Run 439 Quadratmeter umfasst die "Skihütte" im Niseko Mount Resort Grand Hirafu, einem bekannten Skigebiet auf Hokkaido, Japans nördlichster Insel. Das Niseko Ski Resort gilt unter Skifahrern als bestes Pulverschneegebiet Japans - umso besser, wenn man nicht auf ein Hotelzimmer angewiesen ist. Niseko Alpine Developments

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Schlichte Eleganz, geradlinig und harmonisch ausgerichtet. Eigentümer Simon Lowater nutzt das Haus als Ferienwohnung. Für das Grundstück bezahlte er 2006 rund 12 Millionen Yen, das wären nach heutigem Kurs rund 110.000 Euro. Ein japanisches Architekturbüro begann 2007 mit dem Bau, 2008 war das Gebäude fertig. Rechtzeitig vor der Skisaison, sagt Lowater. Niseko Alpine Developments

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Klare Linien auch von außen. Hauptbauelemente sind Beton, galvanisierter Stahl und Zedernholz. "Wir wollten eine stabile Konstruktion, die den Elementen trotzen kann und gleichzeitig zeitlos modern ist, unabhängig von den Modeerscheinungen des Häuserbaus", erklärt der Designer des Hauses, Shouya Grigg. Niseko Alpine Developments

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Lowater, Marketingmanager in Taipeh, wollte das mit sechs Schlafzimmern ausgestatte Haus eigentlich nach dem Bau verkaufen. Doch ein erster Versuch platzte kurz vor dem Kauf - und er behielt es. Das offene Raumkonzept und die frontausfüllenden Fenster lassen die Zimmer größer erscheinen als sie sind. Niseko Alpine Developments

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Aus den Fenstern ist immer wieder der 1.893 Meter hohe majestätische Berg Yotei - Yoteizan auf japanisch - zu bewundern. Innen gilt das Augenmerk der Wand: Im Schlafzimmer ist sie mit brasilianischem Walnussholz getäfelt. "Die Schlafstätte ist eine Mischung aus westlichem Bett und japanischem Futon", sagt Lowater. Niseko Alpine Developments

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So kennt man Japan auch im Westen - zumindest aus Wellness-Tempeln, die sich der japanischen Badekultur verschrieben haben. Der mit Holz ausgekleidete Ofuro, ein japanischer Whirlpool, bietet Platz für bis zu sechs Personen. Der Blick durch die Fenster fällt auf einen meditativen Steingarten: "Man kann die Fenster auch ganz öffnen. Gerade nach einem langen Skitag ist das sensationell", erzählt der Besitzer. Natürlich kann man sich auch in einem der sechs Badezimmer des Hauses bereit machen für den Abend. Niseko Alpine Developments

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Die Räume erstrecken sich über vier Stockwerde. Zwischen Ess- und Wohnbereich dient der Kamin als Raumtrenner - oder als verbindendes Element, wie man mag. Bis zu 12 Personen finden Platz am Esstisch. "Es ist auch ein gutes Partyhaus", sagt Lowater. Niseko Alpine Developments

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Die lange Tafel, die nahtlos in den Küchenblock übergeht, aus anderer Perspektive. Im Keller wartet übrigens ein Weinkeller, der 200 Flaschen Platz bietet. Niseko Alpine Developments

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In der offenen Küche setzt Lowater bei den Geräten auf Made in Germany: Sie sind allesamt von Miele. Niseko Alpine Developments

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Zwei bis dreimal im Jahr und einmal im Sommer oder Herbst kommen die Lowaters nach Niseko. "Auch im Sommer ist es hier schön: Grandiose Wanderungen, Golf, Radfahren." Nicht zu vergessen die zahlreichen Onsen, heiße Quellen in der Umgebung. Im Winter wird die Auffahrt beheizt. Niseko Alpine Developments

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Winteridylle. Lowater hat sich bereits ein neues Grundstück in der Gegend gekauft. Das will er als nächstes bebauen - und deshalb das aktuelle verkaufen. 198 Millionen Yen, rund 1,8 Millionen Euro wollte er vor zwei Jahren für das Haus. Zurzeit gibt es in der Gegend um Niseko aber ein leichtes Überangebot - der Preis ist deshalb sicherlich noch verhandelbar. Niseko Alpine Developments