Budweiser-Bier in den USA ist angeblich mit Wasser gestreckt: Amerikanische Bierkonsumenten haben laut Medienberichten den Braukonzern Anheuser-Busch wegen Falschangaben zum Alkoholgehalt mehrerer Biermarken auf fünf Millionen Dollar (3,82 Millionen Euro) Schadensersatz verklagt. Laut einer Pressemitteilung der kalifornischen Anwaltskanzlei Mills Law soll Anheuser-Busch den Getränken am Ende des Herstellungsprozesses Wasser zufügen und den Alkoholgehalt "signifikant" senken, um seinen Profit zu erhöhen. Die auf den Etiketten angegebene Alkoholmenge stimme nicht.

Der Konzern wies die Vorwürfe dem Sender zufolge als "komplett falsch" zurück. Sie beträfen zehn Marken des weltweit größten Brauereikonzerns, darunter Budweiser und Michelob, berichtete die britische Rundfunkanstalt BBC am Mittwoch. Ehemalige Mitarbeiter hätten die Kläger über die Praxis informiert, zitierte die BBC den Mills-Law-Anwalt Josh Boxer. Es seien Klagen in Pennsylvania, Kalifornien und anderen US-Staaten eingereicht worden.

Anheuser-Busch erklärte demnach in einer Stellungnahme, die Etikettierungsvorschriften einzuhalten. Man sei stolz, sich beim Brauprozess an die höchsten Standards zu halten.

Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de