Das Bundeskartellamt legt einer Übernahme der insolventen Frankfurter Rundschau durch die Frankfurter Allgemeine Zeitung keine Steine in den Weg. Die Behörde gab die Transaktion am Mittwoch frei.

Die linksliberale überregionale Frankfurter Rundschau, die eine starke Basis in ihrer Heimatstadt hat, war vergangenes Jahr Opfer der Krise der Printmedien geworden. Sie hing zuvor seit Jahren am Tropf der Eigentümer, die immer wieder Millionenbeträge in das Blatt steckten. Seit dem Insolvenzantrag im November suchte der Insolvenzverwalter nach möglichen Investoren. Es gab zuletzt zwar zwei Interessenten, aber nur das Angebot der FAZ erschien dem Insolvenzverwalter tragfähig.

Das Kartellamt befürchtet nach der Übernahme der Rundschau zwar lokal im Rhein-Main-Gebiet eine marktbeherrschende Stellung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Bei einer Einstellung der Rundschau würden die Marktanteile der FAZ aber ohnehin zuwachsen.

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