Montag, 20. Mai 2013, 19:08 Uhr

Im Luxusreich der Teenager

Damit sich ihre Kinder gern zu Hause aufhalten, lassen wohlhabende Eltern für sie luxuriöse Wohnbereiche mit Karaokeanlagen, Billardtischen und riesigen Computern gestalten. Einige treiben es dabei auf die Spitze.

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Eltern suchen nach Möglichkeiten, ihre Kinder von Smartphones und Computerbildschirmen wegzureißen und sie trotzdem zu Hause zu unterhalten. Dadurch entstehen in einigen Häusern ganz neue Wohnflächen: Teen-Lounges, Räume für Pyjama-Partys und „Büros", wo sie ihre Hausaufgaben machen können. Lana Walker, 15, hat vor kurzem mit der Designerin Peggy Dupuis zusammengearbeitet, um ihr Zimmer und das ihrer Zwillingsschwester Kate umzugestalten. Emily Berl for The Wall Street Journal

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„Ich wollte es modern und sauber", sagt Lana über ihr Schlafzimmer. Hier ist die Lounge zu sehen, die an ihr Zimmer angrenzt, wo die Mädchen mit ihren Freunden zusammen Zeit verbringen können. Emily Berl for The Wall Street Journal

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Kates Zimmer ist in Grau und Gelb gehalten. Emily Berl for The Wall Street Journal

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Der Balkon, der an den Wohnbereich der Mädchen angrenzt: „Das ist ihr Raum und sie wissen, dass ich sie dort nicht sehen kann. Aber ich weiß, dass sie da sind", sagt ihre Mutter Maureen. Emily Berl for The Wall Street Journal

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5.Lee Anthony Lovely, 15, und sein Bruder Larry, 13, haben ein eigenes Spielzimmer mit Wandgemälden von Superhelden. Das Schlafzimmer von Larry, das hier zu sehen ist, wurde nach einem Batman-Motto dekoriert. Josh Ritchie for The Wall Street Journal

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Der Vater der beiden mochte früher selbst Comics und Videospiele. Die Innendesignerin Myriam Payne verwandelte ein Angestelltenzimmer und ein Wohnzimmer in einen Raum mit Pinballautomaten, Videospielen, einer Bettcouch und Korkböden. Die Möbel und Materialien sollten dabei robust sein. Josh Ritchie for The Wall Street Journal

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Jacquie Kim, eine Mutter von zwei Kindern aus San Diego, hat ein Poolhaus zum 16. Geburtstag ihres Sohnes Alex in eine Teen-Lounge verwandelt. Dadurch sollte er mehr Spaß daran haben, zu Hause zu bleiben – denn gerade hatte er seinen Führerschein bekommen. Dafür engagierte Kim die Designerin Kristy Kropat, die das mediterrane Häuschen in eine moderne Fläche mit LED-Lichtern, bunten Farbakzenten, metallisch grauen Wänden und Space-Invader-Bildern an der Wand verwandelte. Gail Owens

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Einige Familien treiben das Konzept der Teenager-Räume auf die Spitze. Wayne Visbeen, ein Architekt aus Michigan, hat für Kunden ein knapp 750 Quadratmeter großes Haus entworfen, in dem auch eine große Fläche für Kinder integriert ist. Michael Buck

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In der „Kinderzone" gibt es einen Karaokeraum und eine voll ausgestattete Küche. Hier sind die hängenden Hochbetten und die DJ-Station der Jungen zu sehen. Michael Buck

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„Die einzige Angst, die wir dabei hatten, war, dass die Kinder nicht mehr aus ihren Zimmern herauskommen würden", sagt Visbeen, der die Kosten für das Erdgeschoss auf 2.700 Dollar, umgerechnet rund 2.000 Euro, pro Quadratmeter schätzt. Michael Buck

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Der zwölfjährige Jake Robinson lebt in einem neu renovierten Haus im kalifornischen Santa Monica. Neben dem Wohnzimmer hat er ein eigenes Kinderzimmer. Die Computerbildschirme sind absichtlich groß, damit seine Eltern ein Auge darauf halten können, was die Kinder am Computer treiben. Manolo Langis

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Als Melissa Kearney das Haus ihrer Familie gestaltete, wünschten sich die Kinder Geheimgänge wie in der „Harry Potter"-Serie. Der Wandschrank im Zimmer der zwölfjährigen Tia hat eine altmodische Tür, die an die Narnia-Kinderbuchreihe erinnert, in der die Hauptfiguren durch einen Schrank in eine Fantasiewelt verschwinden. Abby Liga for The Wall Street Journal

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Tias Schlafzimmer ist in hellen Blau- und Gelbtönen gehalten. Abby Liga for The Wall Street Journal

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„Ich wollte, dass ihre Freunde gerne bei uns zu Hause Zeit verbringen würden", sagt Kearney, eine Innendesignerin. „Das ist doch das, was alle Eltern wollen." Abby Liga for The Wall Street Journal