Samstag, 18. Mai 2013, 10:03 Uhr

Otto – ein deutsches Einkaufsimperium

image

Otto
Die Keimzelle der Gruppe. 1949 erschien der erste von Hand gefertigte Katalog mit 28 Paar Schuhen. Das Unternehmen ist immer noch im Familienbesitz. Mittlerweile erwirtschaftet der Universaldistanzhändler rund 80 Prozent des Gesamtumsatzes über otto.de und weitere Online-Spezialshops. Aber es gibt auch etwa 400 stationäre Geschäfte mit dem Namen Otto. 4.200 Mitarbeiter arbeiten allein am Standort Hamburg. Otto

image

Baur
Seit 1997 gehört der Versand zur Otto Gruppe, die mit 49 Prozent beteiligt ist. Baur wurde 1925 als erster Schuhversand in Deutschland gegründet. Wie bei Otto ist es bei Schuhen nicht geblieben. Baur entwickelte sich mit der Zeit zum Universalversender. Heute konzentriert sich das Unternehmen auf Mode, Möbel und Einrichtung für eine eher konservativ ausgerichtete Zielgruppe. 70 Prozent aller Kunden bestellen mittlerweile im Internet. Baur

image

Schwab
1954 gegründet, gehört Schwab seit 1976 komplett zu Otto. Ebenfalls als Vollsortimenter gestartet, muss sich der Versender im Zuge des harten Wettbewerbs neu erfinden. Nach und nach soll sich der Distanzhändler auf Übergrößen spezialisieren und so seine Nische finden. Dazu wurde 2009 die Marke Sheego gegründet, die sich an Frauen ab einer Konfektionsgröße 40 richtet. Schwab

image

Heine
Früher einer der führenden Versandhändler für anspruchsvolle Mode und Einrichtung, hat Heine heute am stärksten mit dem Wandel hin zum Internethandel zu kämpfen. Einen Namen machte sich der 1951 in Karlsruhe gegründete Heine Versand durch seine aufwändig fotografierten Kataloge, die den Modejournalen Konkurrenz machten – etwas, was sich nur schwer in einen Webshop transferieren lässt. Im Gegensatz zu Otto oder Bonprix kämpft Heine weiter mit sinkenden Umsätzen. Screenshot

image

Bonprix
Bonprix wurde im Jahr 1996 gegründet und gehört damit zu den jüngeren Töchtern des Konzerns. Bonprix ist auf günstige Mode spezialisiert und heute eine der wichtigsten Säulen im Konzern und einer der internationalsten Versandhändler der Gruppe. Das Unternehmen setzt seit den 90er Jahren auf eine Multichannel-Strategie – eine Mischung aus Kataloggeschäft, eigenen Filialen und Online-Handel als wichtigstem Vertriebsmedium. Das Kataloggeschäft ist jedoch nicht tot: Ca 280 Hauptkataloge erscheinen jährlich national und international. Bonprix

image

SportScheck
Der 1946 von Otto Scheck in München gegründete Fachhändler SportScheck ist heute einer der größten deutschen Sportartikelanbieter und führender Multi Channel-Sportfachhändler, der in den vergangenen Jahren erheblich vom Outdoor-Boom in Deutschland profitiert hat. Neben dem Onlinehandel setzt SportScheck in Deutschland auf stationäre Fachgeschäfte. Darüberhinaus werden Events organisiert wie etwa Stadtläufe. Seit 1988 ist Otto an SportScheck beteiligt, seit 1991 alleiniger Gesellschafter. Screenshot

image

Manufaktum
Das 1987 gegründete Unternehmen setzt auf nachhaltig produzierte Haushaltswaren, Möbel, Bekleidung und Lebensmittel. Im Distanzhandel ist Manufactum in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien aktiv. Neben dem Online-Shop gibt es In Deutschland acht Manufactum-Warenhäuser, davon sechs mit dem Lebensmittel- und Steinofenbäckereikonzept "brot&butter". Zu Manufactum gehört außerdem der Möbel- und Einrichtungsanbieter "Magazin" mit drei Läden. Otto ist 1998 bei Manufaktum eingestiegen, 2008 übernahm man das Unternehmen ganz. Manufactum

image

Crate & Barrel
Mit dem Anbieter von Möbeln, Haushaltswaren und Einrichtungsgegenständen ist Otto vor allem in den USA hoch erfolgreich. Das Unternehmen wurde 1962 in Chicago gegründet. Das Angebot wird über alle Kanäle vertrieben. Crate & Barrell

image

3 Suisse
Aktuell das Sorgenkind von Otto. Die Marke 3 Suisse wurde bereits 1932 für den Versandhandel der Spinnerei der französischen Familie Toulemonde-Destombes gegründet. 1981 beteiligte sich die Otto Group mit 51 Prozent an dem ehemaligen Familienunternehmen. Die Umsätze des französischen Versandhandelskonzerns, der insgesamt ca 13.000 Mitarbeiter zählt, sind seit Jahren rückläufig. Derzeit läuft ein umfassendes Sanierungsprogramm, welches das Unternehmen, das auf französische Mode setzt, wieder auf die Beine bringen soll. Screenshot

image

Küche & Co
Seit der Gründung von Küche&Co 1989 hat das Franchiseunternehmen ein bundesweites Netz von mehr als 100 Küchenstudios aufgebaut. Damit zählt es zu den größten deutschen Fachhändlern für Einbauküchen. Seit 1995 gehört Küche&Co. zu Otto, die Kette verkauft seit Januar auch die Marke Privileg des insolventen Versandhändlers Quelle. Küche & Co.

image

Quelle
Aus der Insolvenzmasse kaufte Otto sowohl das russische Geschäft sowie die Markenrechte an quelle.de. Während das russiche Quelle-Geschäft erfolgreich läuft, wusste Otto mit quelle.de zunächst nicht so viel anzufangen. War es anfangs ein reiner Marktplatz, der mit Angeboten aus dem Otto-Sortiment gefüllt wurde, steht quelle.de heute vor dem Relaunch. Der Onlineshop soll sich künftig auf Möbel und Elektronik konzentrieren, genießt bei Otto aber nicht die höchste Priorität.
Agence France-Presse/Getty Images

image

Limango Limango wurde 2007 gegründet und ist eine sogenannte Private-Shopping-Community für junge Familien und Frauen, die in zeitlich begrenzten Verkaufsaktionen Markenwarke aus älteren Kollektionen zu niedrigeren Preisen kaufen können. Limango ist in Deutschland und Österreich vertreten, seit 2009 auch in der Türkei aktiv und expandierte im Juli 2011 in Polen und den Niederlanden. Otto übernahm das Unternehmen 2009. Screenshot

image

Mirapodo
Eines der jüngsten Babys von Otto, ein 2009 gegründeter Online-Schuhhändler. Stark in den sozialen Netzwerken wie Facebook vertreten. Hat einen eigenen Blog, der über Mode, Events und Sonstiges informiert. Screenshot

image

Shopping24
shopping24.de wurde 1997 als virtuelles Einkaufsportal gegründet und gehört damit zu einem der ersten „reinen" E-Commerce-Unternehmen. Das Online-Einkaufszentrum vereint das Angebot verschiedener Waren- und Dienstleistungsanbieter unter einem Dach. Screenshot

image

myToys.de
Der 1999 gegründete Online-Spielwarenhändler gehört zu den Pionieren des Internetzeitalters. Seit 2000 ist Otto mehrheitlich an dem Konzern beteiligt. Seit 2006 ist das Unternehmen auch mit mehreren Filialen vertreten. Hat eigene Online-Shops in Frankreich, Russland und Großbritannien und liefert außerdem in alle EU-Länder.
MyToys

image

Smatch.com
Das Suchportal für Mode und Wohnen wurde 2007 gegründet, etwa 700 Onlineshops hat es mittlerweile im Portfolio. Ebenfalls sehr Social-Media-affin, hat auch das Webportal einen eigenen Blog. Screenshot

image

Baumarkt direkt
Baumarkt direkt, seit 2007 ein Joint Venture der Otto Group und der Baumarktkette Hagebau, ist nach Angaben von Otto der marktführende Do-it-Yourself-Distanzhändler. Er verknüpft den Vertrieb von Internet- und Katalogbestellung mit dem Stationärgeschäft von Hagebau. Wer sich etwa online oder mittels Katalog über Produkte informiert, kann sich im Hagebau-Markt beraten lassen und die Ware direkt vor Ort bestellen. Screenshot

image

Logistik
Otto betreibt neben dem Handelsgeschäft mit Hermes auch einen Zustelldienst. 1972 als hauseigener Paketdienst aus der Taufe gehoben, ist Hermes heute ein weltweit tätiger Logistikdienstleister, der neben der Auslieferung auch Warenbeschaffung und Transportlogistik übernimmt. Hermes beschäftigt rund 10.240 eigne Mitarbeiter, dazu kommen 22.000 Beschäftigte bei Vertragspartnern. In Deutschland gibt es zudem über 14.000 Paketshops. Hermes

image

Finanzdienstleistungen
Auch seinen eigenen Finanzdienstleister hat Otto und ist mit der EOS-Grupppe weltweit vertreten. Dazu kommt mit der Hanseatic Bank eine bundesweit tätige eigene Privatbank, die 1969 gegründet wurde, um das Warenfinanzierungsgeschäft für Otto-Kunden abzuwickeln. 1976 wurde die Hanseatic Bank in eine Volksbank umgewandelt. 2005 übernahm die französische Großbank Société Générale 75 Prozent der Anteile, den Rest hält Otto. Mit dem Hanseatic Versicherungsdienst unterhält Otto zudem seinen eigenen Versicherer. EOS