Wegen des Haushaltsstreits in den USA ist es zu starken Behinderungen im Flugverkehr gekommen. Die US-Luftfahrtbehörde teilte am Dienstag (Ortszeit) mit, weil die Haushaltslage zu Einsparungen bei der Flugsicherheit zwinge, seien allein am Montag 1.200 Flüge verschoben worden. Am Sonntag konnten demnach wegen der Einsparungen 400 Flüge nicht planmäßig starten. Die Luftfahrtbehörde bemühte sich nach eigenen Angaben, die Auswirkungen auf den Luftverkehr so gering wie möglich zu halten.

Am Dienstag lagen die Verspätungen auf den New Yorker Flughäfen im Schnitt zwischen 75 und 140 Minuten. In Washington mussten die Fluggäste im Durchschnitt 75 Minuten mehr Zeit mitbringen. Auch andere Großflughäfen, etwa in Los Angeles und Chicago, waren betroffen.

Es wird erwartet, dass die Beeinträchtigungen noch bis Oktober anhalten, weil die Zahl der Fluglotsen im Dienst um zehn Prozent verringert werden musste. Die 47.000 Mitarbeiter der Luftfahrtbehörde müssen wegen der allgemeinen Etatkürzungen unbezahlten Urlaub nehmen.

Die Republikaner warfen US-Präsident Barack Obama vor, seine Regierung behindere ohne Not den Flugverkehr, um im Haushaltsstreit die Oberhand zu gewinnen. Nach dem Scheitern der Verhandlungen zwischen Obamas Demokraten und den Republikanern stehen im aktuellen Haushaltsjahr automatische Kürzungen von 85 Milliarden Dollar (65 Milliarden Euro) quer durch alle Ressorts an.

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