Malische Soldaten lieferten sich am Sonntag Feuergefechte mit islamistischen Rebellen. Reuters

BAMAKO – Islamisten haben die nordmalische Stadt Gao auch in der Nacht zu Montag mit Guerilla-Angriffen in Schrecken versetzt. Ein Reporter des französischen Radiosenders France Info berichtete von einer Explosion gegen 01.30 Uhr, gefolgt von Schüssen. Bereits am Sonntag hatten sich französische und malische Soldaten stundenlang Kämpfe mit rund einem Dutzend Extremisten geliefert, die sich im früheren Polizeikommissariat im Stadtzentrum verschanzt hatten.

Dem France-Info-Reporter zufolge verließen die mit Kalaschnikows und Granaten bewaffneten Kämpfer später das Gebäude und versteckten sich nach Art der Stadt-Guerilla in den Nachbarhäusern und bezogen auf Dächern Position. Nach fünfstündigen Kämpfen griffen zwei französische Kampfhubschrauber das Polizeigebäude aus der Luft an. Mehrere Zivilisten und auch französische Soldaten sollen bei den Kämpfen verletzt worden sein. Die Journalisten wurden in gepanzerten Fahrzeugen in Sicherheit gebracht.

Gao, wo bereits zwei Selbstmordanschläge verübt wurden, sei nicht „völlig gesichert", räumte Außenminister Laurent Fabius am Sonntagabend im Fernsehsender BFM ein. Französische und malische Truppen hatten die Stadt Ende Januar unter ihre Kontrolle gebracht. Allerdings hatten Experten damit gerechnet, dass die Islamisten, die sich in das Hinterland zurückzogen, mit Guerilla-Angriffen reagieren würden.